19. April 2005

Fitte Menschen sind morgens die ersten. Das habe ich meinen Sportlern stets gepredigt. Klar, ich weiß, dass selbst unter ihnen die Mehrheit es nicht sonderlich schätzt, morgens noch eine Stunde früher aufzustehen. Ich versichere jedem, dieses Gefühl bestens zu verstehen. Doch dem halte ich entgegen:

„Wenn ich dir sagen würde, dass der Morgen die wichtigste Zeit am Tag ist? Die Zeit für Fokus, ungestörte Produktivität und Selbsteinsicht?“

Die schütteln meistens den Kopf und ich sage: „Gewinner wissen, dass der Kopfsprung am stillen Morgen den Schwung erzeugt, der einen durch den Tag trägt. Ganz so wie es der berühmte Erfolgstrainer Robin Sharma predigt:

Um zur als Mensch zur Weltklasse zu gelangen, solltest du früh aufstehen! Man braucht nur 60 Minuten, um seinen Geist zu stimulieren, den Körper zu nähren und den Charakter zu entwickeln!“

Hier im Krankenhaus, wo die Frühschichtschwestern morgens um sechs durchs Zimmer wirbeln und die Nachschwester nach Mitternacht noch Tabletten verteilt, ist das hart. Aber ich schaffe es trotzdem: Jeden Morgen um zwanzig vor fünf!

Unter diesen Bedingungen kämpfe ich um meinen Schlaf. Zu wenig Nachtruhe bedeutet, dass der Körper mehr Fett speichert, die Muskeln kleiner werden und der Stoffwechsel das falsche Essen will. Nach dem Mittagessen trinke ich keinen Tee oder Kaffee und nach dem Abendbrot (17h30!) bitte ich die Schwestern, die Gardinen zuzuziehen. Ich nehme zwei Dosen Melatonin. Kein TV, kein Handy – nichts was meine Ruhe stören könnte. Daher schlafe ich in dem Krankenhaus wie ein Boss!

Meine Routine:

1. KÖRPERARBEIT

Morgens, wenn selbst die Nachtschwester leise ist, mache ich bereits 15-20 Minuten trotz Schmerzen die Übungen, die mit meinem kaputten Körper im Bett möglich sind: Arme und Beine heben – ich bin nicht undankbar für den Gips und die Nägel, die meine Extremitäten beschweren. Selbst Sit-ups gehen!

2. ERNÄHRUNG

Dann esse ich von den Riegeln, die mir meine Frau bringt. Anschließend bitte ich um Tee. Ja, Morgens braucht es Koffein! So dominierst du deinen Start! Den ganzen Tag achte ich auf eiweissreiche Kost, damit die Muskeln durch die erzwungene Bettruhe nicht beschleunigt schrumpfen.

3. LESEN

Nicht alle Leser sind Führer, aber alle Führer sind Leser!

Ich lese morgens, um meinen Geist fit zu halten! Selbst als Arzt mit jahrelanger Erfahrung will ich in meiner Profession an der Spitze bleiben.

4. SCHREIBEN

Das Verfassen von Gedanken und Zielen gehört zur täglichen Routine, die mich wieder in Form bringt. Über Körper und Geist gestaltet man Realität: Dieser Blog wird mich (wieder) zu dem Menschen machen, der ich sein will, er liefert mir Motivationsvitamine.

(Alon Shabo)

Meditryp

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One Response to 19. April 2005

  1. LoeweMuch sagt:

    Das persönliche Gelabere turnt mich ja ab, aber der Mann hat Ahnung von Sport und so.

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